Wir folgen den natürlichen Formen unserer Werkstücke, der Beschaffenheit des Holzes und unseren spontanen Eingebungen. Auf Rezepte und Bauanleitung verzichten wir.

Am besten ist es, einfach einmal anzufangen, ohne zu wissen, wo und wie es enden wird. Wenn es Ihnen gelingt, sich in diesen kindlich-spielerischen Modus zu versetzen, kommen die besten Ergebnisse zustande. Solange der Prozess offen bleibt und auf kein konkretes Ziel ausgerichtet ist, entstehen immer wieder neue und überraschende Ideen. So öffnet sich der Raum für Kreatives.
Es sind die sinnlichen Aspekte, die Naturnähe und die Überraschungsmomente im Spielen und Begreifen, die Sie erleben werden. Sie werden abgeholt und ermuntert, diese Welt der zweckfreien Phantasie für sich neu zu erschließen.

Wenn wir unsere Findlinge in der Natur geborgen, oder aus dem Vorrat ausgesucht, in die Werkstatt gebracht und grob gesäubert haben, kann es losgehen. Zunächst wird die Oberfläche von allem befreit, was nicht zu retten ist. Meist gibt es angefaulte oder vermoderte Stellen und falls noch Rinde dran ist, wird meist auch diese entfernt. Oft wird so schon eine ganze Menge Material abgetragen. Wir machen das mit Hochdruckreiniger, Kettensäge, Axt, Hammer oder Stechbeitel - je nach dem, was und wie viel zu machen ist.

Nun wird es Zeit, sich einen ersten vorläufigen Plan zurechtzulegen. Was könnte es werden? Ein Gefäß, eine Skulptur, eine Figur, vielleicht ein Tier oder etwas ganz Abstraktes. Und wo ist eigentlich oben und unten, hinten und vorne? Soll das Objekt stehen, liegen oder hängen?
Die Antworten auf diese Fragen sind meist nur vorläufig. Selten bleibt es bei dem, was man sich im ersten Ansatz zurechtlegt. In aller Regel mutiert die Idee im Verlauf der Arbeit erheblich. Es kann lange dauern, bis man weiß, wo man hin möchte. Auch zu einem fortgeschrittenen Bearbeitungsstand ergeben sich manchmal überraschende neue Perspektiven. Das Holz zeigt seine Eigenheiten. Und auch Maschienen und Werkzeuge wollen gelegentlich "mitgestalten".
Manchmal kommt Ratlosigkeit auf. Dann kann es helfen, zurückzutreten, das Objekt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und es wirken zu lassen. Manchmal hilft es, sich einen Titel auszudenken. Auch die Interpretationen der anderen Teilnehmer kann inspirieren und weiter helfen.

Im Verlauf der Arbeit setzen wir die unterschiedlichsten Maschinen und Werkzeuge ein. Nur für die groben Arbeiten ist die Kettensäge hilfreich. Diese brauchen wir meist nur am Anfang und nicht sehr lange.
Daneben gibt es ein fast unüberschaubares Arsenal an grösseren und kleineren Maschinen und Werkzeugen. Welche(s) wann zum Einsatz kommt, ergibt sich im Einzelfall. Auch Ihre persönlichen Vorlieben spielen eine Rolle. Sie benutzen das, was Ihnen am besten in der Hand liegt. Und es geht kaum ohne eine gehörige Portion Handarbeit.

Aber ist das denn nicht viel zu gefährlich - Kettensäge und Winkelschleifer in Laienhänden?
Nein. Die "Biester" sind zwar nicht ohne, aber Sie können sich angemessen schützen. Das Beste ist, sich die Risiken und Gefahren bewusst zu machen. So kann man ihnen am besten begegnen.
Ich habe hierfür das Merkblatt Sicherheitshinweise für die Werkstatt erarbeitet, das die wesentlichen Erfahrungen zusammenfasst. Vor Ort erhalten Sie Einweisungen in die Handhabung der Geräte und lernen, wie man Verletzungen und Unfällen vorbeugt.
Selbstverständlich verwenden wir, wenn nötig, auch geignete Schutzmittel: Kleidung, Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Kettensägenhosen, Schutzbrille, Visier, Gehörschutz, Atemschutz usw. Und auch hierzu gibt es jeweils eine Einweisung.








